Es ist lange her, dass Attila Kun zuletzt ein abendfüllendes Stück in Ungarn produziert hat. Andererseits ist es das erste Mal, dass das Central Europe Dance Theatre seine Choreografie tanzt. Wenn man bedenkt, dass dieses Werk das 85. im Leben des CEDT ist, wollte Kun ein entscheidendes Werk schaffen. Kun hat die Musik von Felix Lajkó zu dieser Reise eingeladen, die eine instinktive Verbindung mit der Natur und mit dem in der Natur lebenden Menschen hat. Lajkós Musik schließt die Kultur aus, aber nicht die Kultur, die auf der Bühne oder in den Ausstellungsräumen erscheint, sondern die Kultur des Menschen - der Menschen, die im Karpatenbecken leben.
Auf diese Weise wurde die Horde geschaffen.
Der Titel kann als eine kleine Gemeinschaft von Menschen gedeutet werden, die eine Gruppe bilden, um das Leben lebenswerter zu machen, aber auch als eine zerstörerische Horde, die ihren eigenen Lebensraum aus einer Art unbeschreiblichem Drang heraus vernichtet. Das Stück untersucht das geistige Dilemma des schöpferischen Menschen. Das Dilemma ist die "Bestimmung" des von der Natur losgelösten Menschen.
Diese "Versorgung" ist nicht ohne Erinnerungen und den Wunsch, zur Natur zurückzukehren, nicht ohne Humor, Menschlichkeit oder Magie, die uns durch alles hindurch hilft. Es ist nicht ohne die Formulierung der bewahrenden Kraft der Familie.
